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Review: Life is Strange

Life is Strange. Welch ein Erlebnis es doch war.
Kein Spiel hat mich emotional mehr mitgenommen, keine Entscheidung in einem Spiel hat mich so berührt oder hart getroffen, wie hier.
Doch was ist Life is Strange eigentlich?
Es ist ein Spiel, welches man lieber selbst erleben sollte, statt drüber zu lesen, deswegen gehe ich auch kaum auf die Geschichte ein, sondern hauptsächlich auf das Erlebnis, welches ich als Spieler gemacht haben und auf welche emotionale Reise es mich geschickt hat, so dass es mich auch heute noch, über einem Jahr, nachdem ich es zum ersten Mal gespielt habe, immer noch nicht loslässt.

Doch fangen wir mit der Grundidee an.
Life is Strange ist ein, ursprünglich als 5-teiliges Episodenspiel, des französischen Entwicklers DONTNOD, erschienen, welches von Square Enix veröffentlicht wurde.
Ich halte absolut nichts von Episodenspielen, daher habe ich es gemieden, obwohl es mich doch sehr interessiert hat.
Glücklicherweise und darüber bin ich im Nachhinein mehr als froh, erschien dann nach Abschluß der letzten Episode auch eine Retail-Fassung mit dem kompletten Spiel, welche ich mir dann auch gekauft habe.

In dem Spiel schlüpft man in die Rolle von Max, einer jungen Frau, die in ihre Heimatstadt zurückkehrt, um dort an der Blackwell Academy Fotografie zu studieren.
Durch einen Zwischenfall entdeckt sie, dass sie die Fähigkeit hat, die Zeit zu manipulieren und sieht in einer Vision, dass die Zerstörung der Stadt bevorsteht.
Nun liegt es am Spieler, herauszufinden, was es zu unternehmen gilt.

Wenn das mal nicht eine einschneidendes Erlebnis ist, doch anstatt sich auf dieses große Ereignis zu stürzen, überrascht uns das Entwicklerteam und wir kämpfen uns statt durch apokalyptische Zustände dann doch durch den ganz normalen Wahnsinn, den so ziemlich jede US-amerikanische junge Frau durchmachen muss.
So verbringen wir Zeit im Schulunterricht, erleben Beziehungsdramen mit und hängen mit Freunden ab.

Wer sich nun denkt, dass das eher belanglos und öde klingt, der täuscht sich gewaltig, so schafft das Spiel durch viele kleine Aufgaben und Rätsel, den Alltag spannend zu gestalten und gerade dadurch, dass wir den normalen (oder zumindest fast normalen) Alltag miterleben und das wir uns in das Leben von Max hineinversetzen können.
Wir können Empathie und Mitgefühl und vor allem Verständnis aufbauen und uns emotional in der Geschichte verlieren.
Und diese hat es dann im späteren Verlauf wahrlich in sich.
Mehr möchte ich zu der Story dann auch schon nicht mehr schreiben, da es meiner Meinung nach wirklich wichtig ist, die Geschichte vollends zu genießen.

Allen in allem war Life is Strange für mich eine emotionale Achterbahn, die mich zum Lächeln, zum Lachen aber auch zum Weinen gebracht hat.
Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, habe manche lieben und manche hassen gelernt und konnte völlig in die fiktive Welt eintauchen und mich als ein Teil dieser fühlen.
Noch nie zuvor hat mich ein Spiel so sehr berührt, so mitgenommen und so im Nachhinein beschäftigt, dass ich nach über einem Jahr immer noch eine Träne verdrücken muss, wenn ich an das Spiel denke.

Jeder, der spannend erzählte Geschichten mag, sollte diesem Spiel wirklich eine Chance geben und es ausprobieren.
Für mich war es definitiv das Spiele-Highlight der letzten paar Jahre.

Das Spiel gefiel mir dann letztendlich so gut, dass ich meine Standard-Retail-Fassung wieder verkauft habe und mir stattdessen die limitierte Version mit Soundtrack gekauft habe, der seitdem bei mir regelmäßig läuft.

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