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Review: Type: Rider

Im von Arte produzierten Indiespiel Type: Raider taucht man ein in die Welt der Buchstaben.
Klingt erstmal seltsam aber das dahinterstehende Konzept eines 2D-Platformers in einer Optik die an eine Mischung aus Typoman und Limbo erinnert und gleichzeitiger Geschichtsunterricht über die Entstehung der Schrift(-arten) klingt noch viel seltsamer.
Trotz anfänglicher Skepsis funktioniert dies aber überraschend gut.

Der Spieler hat die Kontrolle über einen schwarzen Doppelpunkt, mit denen dieser durch die insgesamt zehn Level hüpft.
Jedes dieser Level ist hierbei einer eigenen Schriftart gewidmet.
Beginnend mit der Höhlenmalerei und der Entstehung der verschiedenen Schriftzeichen geht es chronologisch weiter über die verschiedenen Schriftarten wie Gothic über Times New Roman und einer ganz besonderen, vor allem im Internet sehr beliebten Schriftart, die man nach Abschluss des Spiels in einem Bonuslevel finden kann.
Dieses Bonuslevel sticht durch seine Art komplett aus dem Spiel heraus und ist allein schon wert, dass man das Spiel spielt.
Um den Überraschungsmoment aber nicht noch mehr kaputt zu machen, als ich es mit meiner Andeutung nun ohnehin schon getan habe, gehe ich auf das Bonuslevel nun auch nicht weiter ein.

Die verschiedenen Level widmen sich jedenfalls verschiedenen Schriftarten aus unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte, durch diese der Spieler den Doppelpunkt führen muss.
Hierbei muss der Spieler über Abgründe springen, Hindernisse überwinden, Fallen ausweichen und kleinere Puzzle lösen.
Innerhalb des Levels gibt es kleine Buchstaben, die es einzusammeln gilt.
Ebenfalls kann der Spieler Sterne einsammeln, welche Seiten aus einem Buch freischalten, in dem historische Hintergrundinformationen zur jeweiligen Schrift und Zeit erklärt werden.

Das Design der Level ist abwechslungsreich und wird nie langweilig.
In regelmäßigen Abständen werden neue Sachen eingeführt, so dass es nie langweilig wird.
Gestaltungstechnisch ist das Spiel simpel, aber nicht langweilig und die Level geben von ihrer Gestaltung her ihre jeweilige Zeit und Schrift passend wieder.

Der Schwierigkeitsgrad ist eher leicht und das Spiel wartet mit einer ungefähren Länge von ein bis drei Stunden auf, je nach Können des Spielers.
Zusätzliche Anreize das Spiel auch nach Beenden weiter zu spielen bieten die sammelbaren Buchstaben sowie einige Speedrun Herausforderungen.

Type: Rider ist überraschend anders und vermittelt auf interessante und unterhaltsame Weise historische Fakten, ohne dabei langweilig zu werden.
Spieler die daran keinerlei Interesse haben, können diese aber auch ohne Probleme überspringen und das Spiel nur wegen seines Platform-Aspektes spielen, auch dies funktioniert wunderbar und macht Spaß.
Auf Grund seiner kurzen Länge eignet sich das Spiel sehr gut für zwischendurch.

 

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