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Review: Shovel Knight

In den letzten paar Jahren haben so genannte Retro-Spiele einen enormen Aufschwung erlebt.
Viele aus der Generation der 80er und 90er Jahre sind nun erwachsen und blicken nostalgisch zurück in ihre Kindheit, als sie mit pixeligen Helden durch bunte Landschaften sprangen.
Dies merkt man nicht nur daran, dass alte Videospiele aus der SNES-Ära mittlerweile exorbitant hohe Preise auf eBay erziehlen, was besonders mich als Sammler teilweise nervt, sondern auch daran, dass unzählige neue Spiele im Stil alter Klassiker erscheinen.
Vor allem kleinere Studios und Indie Entwickler haben hieran ihr Gefallen gefunden und nutzen häufig diese Art von Stil.

Wie so oft, wenn etwas gehypt wird, werden unzählige Spiele auf den Markt geschmissen und der Markt verliert sich in einer Flut von mittelmäßigen, manchmal sogar grauenvollen Spielen, die nur darauf aus sind, ein paar schnelle Dollar zu verdienen.
Das soll jetzt nicht heißen, dass alles schlecht ist, ganz im Gegenteil.
Ich liebe diese klassische Pixel-Optik und aus der Masse an durchschnittlichen Spielen stechen zwischendurch immer mal wieder Spiele raus, die durch ihre Liebe zum Detail, ihr gutes Leveldesign und ihren mitreißenden Soundtrack absolut begeistern können und sich so instant zum Klassiker mausern.

Eines dieser grandiosen Spiele ist der, von Yacht Club, entwickelte Platformer Shovel Knight.
Zu Yacht Club sei gesagt, dass es aus ehemaligen WayForward Mitarbeitern besteht, bekannt durch Spiele wie Contra 4, Mighty Switch Force und dem großartigen Shantae-Spielen, welche ein eigenes Entwicklerstudio gegründet haben um sich auf eigene, neue IPs zu konzentrieren.
Man weiß also, dass einen hier Qualität erwartet.

Nach einer unfassbar erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, die mehr als das vierfache des benötigten Budgets zusammen bekam, mussten sich Spieler eine lange Zeit gedulden.
Doch die lange Wartezeit hat sich mehr als bezahlt gemacht und man merkt, dass die Zeit sinnvoll investiert wurde.

 

 

In Shovel Knight schlüpft man in die Rolle des gleichnamigen Helden, ein Ritter in glänzender, blauer Rüstung, welcher mit seiner geliebten Gefährtin Shield Knight umherreist.
Eines Tages werden die beiden auseinander gerissen und es gilt an Shovel Knight, sich auf zu machen und seine Gefährtin zu retten.

Die Story ist recht simpel und das passt zu der Art von Spiel auch perfekt.
Es Bedarf bei einem 2D-Platformer auch keinerlei tiefgreifende Story, Kernelement ist hierbei die Spielmechanik, das wirklich tolle Charakter und Leveldesign sowie die ohrwurmerzeugende Musik von Jake Kaufman.

Das Abenteuer Spiel macht mit seinem 8-Bit-Look alles richtig und erinnert nicht zu unrecht an großartige Klassiker wie Mega Man, Castlevania und Duck Tales für den NES.
Ganz klassisch für die Art von Spiel, hat man die Möglichkeit, seinen kleinen Helden nach links und rechts zu bewegen, zu springen, Leitern zu erklimmen und mit Hilfe seiner Schaufel auf Gegner zu springen um diese zu erledigen.
Die Schaufel ist hierbei Shovel Knights wichtigste Waffe.
So lässt sich mit ihr nicht nur super springen (fungiert von der Funktion her ähnlich wie der Gehstock von Onkel Dagobert in Duck Tales), es lassen sich auch Hindernisse aus dem Weg schaufeln, und Gegner ausknocken.

Das Spiel fängt leicht an, so dass auch Anfänger einen guten Start haben,  zieht aber recht schnell an der Schwierigkeitsschraube und wird im späteren Verlauf wirklich schwer und fordert selbst Platform-Spieleveteranen, die schon seit 20 Jahren Spiele dieser Art spielen heraus.

Shovel Knight ist eine Liebeserklärung an die klassische Zeit, es besticht durch schöne Pixelgrafik, einen Hammer-Soundtrack und sehr viel Liebe für’s Detail.
Ich hatte eine Menge Spaß an dem Spiel und hoffe, dass Yacht Club noch einiges in dieser Richtung veröffentlichen wird.

Absolute Empfehlung meinerseits, für jeden Fan von Retro-Spielen und klassischen Platformern.

 

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