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Review: Tribal Pass

Der Markt an Runner ist mittlerweile ja schon mehr als übersättigt.
Mit Tribal Pass kommt dennoch ein weiterer Runner daher, im Gegensatz zu den unzähligen, oft billig produzierten Mobile-Games, die auf das schnelle Geld aus sind, ist Tribal Pass dagegen wirklich erfrischend und empfehlenswert.

Vom Spielprinzip ist Tribal Pass recht simpel, dennoch lohnt es sich das Tutorial kurz mitzunehmen, dieses dauert nur wenige Minuten und macht einen schnell und einfach mit den grundlegenen Spielmechaniken vertraut.
Ziel des Spiels ist es, quasi vom Start des Levels mit seinem Stamm bis zum Ende des Levels zu kommen.
Dabei wird der Stamm von einem Schamanen angeführt.
Auf dem Weg dorthin gilt es, seinen Stamm zu vergrößern, dabei aber dafür zu sorgen, dass immer genug Nahrung vorhanden ist.
Diese muss, zum Bespiel in Form von Beeren an Büschen gepflückt, oder in Form von Hirschen gejagt werden.
Es gilt Hindernisse auszuweichen und Brücken zu überqueren.
Anders als in den meisten Runnern bewegt man seine Gruppe dabei nicht einfach in die gewünschte Richtung, sondern muss diese durch überlegtes Aufteilen und wieder Zusammenführen durch das Level navigieren.
Dies kann gerade zu Beginn etwas verwirrend sein und bedarf etwas Übung, durch die leichte Steuerung sollte dies aber keine all zu großen Probleme bereiten.

Komplexität gewinnt das Spiel eindeutig durch das Ressourcen-Management.
So ist es mitunter gar nicht so leicht, die richtige Balance zu finden, zwischen Stammesgröße und Nahrungskapazität.
Das Spiel bietet einem aber die Möglichkeit Nahrungsknappheiten durch Kannibalismus zu überstehen und so getreu einer Weisheit von Spock aus dem Film Star Trek II: Der Zorn des Khan „Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen.“, einzelne Stammesmitglieder zum Wohle des Überlebens des Stammes zu opfern.

Gerade zu Beginn störend und durchaus für manche Spieler abschreckend ist, dass das Tutorial einem zwar das grundlegende Spielprinzip und die Steuerung beibringt, direkt im ersten level begegnen dem Spieler aber schon diverse Hindernisse, die bei Berührung verschiedene Auswirkungen auf den Stamm haben.
Nicht direkt wird deutlich, welche diese sind und so dauert es einige Zeit, bis man überhaupt versteht, was nun passiert ist, wenn man das jeweilige Objekt berührt hat.
Das frustriert ein wenig und macht den Anfang etwas weniger einsteigerfreundlich..

 

 

Genrekenner werden in dem Spiel definitiv keine große Herausforderung sehen und auch Neulinge werden vermutlich keine all zu großen Schwierigkeiten haben.
Zu Beginn stirbt man etwas häufiger, weil man erst herausfinden muss, welche Effekte die verschiedenen Objekte haben (zum Beispiel, dass Fliegenschwärme den Nahrungsvorrat auffressen), nachdem man dies aber herausgefunden hat, sollte man gut voran kommen.
Gute 2 – 3 Stunden kann man sich anschließend gut mit dem Spiel beschäftigen, danach wird es relativ schnell eintönig.
Für eine kurze Runde zwischendurch eignet sich das Spiel dennoch gut.

Zusammenfassend gefiel mir das Indie-Spiel und ich konnte mich gut einige Zeit damit beschäftigen.
Das Tutorial hätte ausführlicher sein können, allerdings kommt man auch so recht schnell in das Spiel rein.
Fans des Runner-Genres sollten mal einen Blick riskieren, zwar ist es nicht sonderlich innovativ und erfindet das Rad neu, hebt sich aber positiv von den meisten anderen Vertretern im Genre ab.

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